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Spengler-Cup: Schweizer Nati und Kanada Turnierfavoriten
24.12.2017 13:41


Riga, Mountfield, HPK und Davos als Aussenseiter
Wenn am Stephanstag um 15 Uhr der 91.Spengler Cup in Davos beginnt, stehen zwei Teams von Anfang an im Fokus: die Schweizer Eishockey-Nati und eine kanadasche Auswahl. Grund: beide zählen zu den Tunrierfavoriten. Die reinen Clubteams - neben Riga noch Mountfield HK, HPK Hämeenlinna und Davos - sarten als Aussenseiter. Auch wenn das die einen oder anderen anders sehen.
 

Lang ist es her. 1979 hatte die Schweiz letztmals am Spengler Cup teilgenommen – und einen schlechten Eindruck hinterlassen. Sie belegte hinter Turniersieger Krilija Moskau, der Düsseldorfer EG, Dukla Jihlava und AIK Stockholm mit lauter Niederlagen den letzten Platz. Seither hat sich das Schweizer Eishockey allerdings wesentlich verändert und verbessert. Zurzeit belegt die Nationalmannschaft in der Weltrangliste Platz 7 hinter den “grossen Sechs” (Kanada, Russland, Schweden, Finnland, USA und Tschechien).

Nach 38 Jahren kehrt die Schweiz jetzt aufs Spengler Cup-Eis zurück. Ausschlaggebend sind die Olympischen Spiele im Februar des kommenden Jahres. Die Schweiz soll sich in der Altjahrswoche in Davos optimal auf die Winterspiele vorbereiten können. Sie tritt am Spengler Cup in bestmöglicher Besetzung an. Bald nach dem Traditionsturnier muss Nationalcoach Patrick Fischer sein Olympiakader benennen. In Davos haben die Spieler die letzte Möglichkeit, sich für eine Selektion aufzudrängen. Entscheidend ist nicht nur, wie sie sich am Spengler Cup individuell verhalten, sondern auch im Kollektiv und wie sie Fischers taktische Vorgaben in den Spielen umsetzen. Nachdem die Schweiz im vergangenen Mai an der letzten Weltmeisterschaft den sechsten Schlussrang belegte und jetzt gar mit einer Olympiamedaille flirtet, gilt sie am Spengler Cup als Turnierfavorit.

Team Canada mit “Schweizer” Gerippe

Auf der Suche nach seinem Olympiateam ist in Davos auch das Team Canada. Weil die National Hockey League (NHL) ihre Akteure für die Winterspiele nicht freigibt, wird Kanada seine Olympia-Auswahl weitgehend mit Profis bestücken, die in Europa tätig sind. Der letzte Test vergangene Woche in Moskau am Chanel One Cup viel ernüchternd aus. Kanada verlor nach dem Startsieg gegen Südkorea (4:2) sowohl gegen Tschechien (1:4) als auch gegen Russland (0:2). Das Team Canada ist in Davos allerdings nicht identisch mit jenem von Moskau, da die KHL-Teams ihre kanadischen Spieler nicht freigeben. Headcoach Willie Desjardins befindet sich noch in der Evaluationsphase seiner Olympiatruppe. Am Spengler Cup bilden in der Schweiz tätige kanadische Spieler das Gerippe der Mannschaft. Unter ihnen befinden sich mit Maxim Noreau, Andrew Ebbett, Mason Raymond (alle Bern), Nick Spaling, Daniel Vukovic (beide Genf-Servette) und David McIntyre (Zug) sechs Spieler, die vor einem Jahr das Traditionsturnier dank eines 5:2-Finalsiegs gegen Lugano gewannen.

Bednar führt Mountfield an

Von den Klubteams kommt der tschechische Vertreter Mountfield HK, der zurzeit in der Landesmeisterschaft Platz 2 belegt, mit grossen Ambitionen nach Davos. Trainer Vaclav Sykora proklamiert nicht weniger als den Turniersieg als Ziel. Mountfields Captain Jaroslav Bednar wurde 2011 mit dem HCD Schweizer Meister. Mit Petr Koukal hat es einen Weltmeister sowie weitere tschechische und slowakische Nationalspieler in seinen Reihen. Bester Skorer im Team, das in Hradec Kralove beheimatet ist, ist in der laufenden Meisterschaft Rudolf Cerveny, gefolgt übrigens vom mittlerweile 40-jährigen Bednar. Mountfield startet am Abend des Stephanstags gegen das Team Canada in den 91. Spengler Cup.

HPK einziger Turnierneuling

Als Neuling tritt Hämeenlinna Pallokerho, kurz HPK gekannt, am diesjährigen Spengler Cup an. Das Team aus der südfinnischen Stadt Hämeenlinna setzt auf die Prädikate “jung und stark”. Die Mannschaft von Trainer Antti Pennanen weist mit gut 23 Jahren nicht nur den tiefsten Altersdurchschnitt in Finnlands oberster Spielklasse auf, sie befindet sich auch mit einer Durchschnittsgrösse von 186 Zentimetern an der Spitze. Im Kader befinden sich nicht weniger als neun Spieler mit Jahrgang 1995 und jünger, die von einem NHL-Klub gedraftet sind. Die junge Truppe tut sich zurzeit allerdings in der finnischen Meisterschaft schwer.

Das gilt auch Dinamo Riga, das die russisch geprägte Kontinental Hockey League (KHL) am Spengler Cup vertritt. Es stellt rund die Hälfte aller Spieler der lettischen Nationalmannschaft. Sowohl HPK als auch Riga hoffen auf neuen Schwung am Spengler Cup, den sie danach in den nationalen Punkekampf mitnehmen möchten, wie es letzte Saison bei Mountfield mit Erfolg der Fall war.

Sportlich und finanziell für den HCD wichtig

Für den HC Davos als Gastgeber gilt der Spengler Cup stets als einer der sportlichen Saisonhöhepunkte und gleichzeitig als finanziell sehr wichtige Einnahmequelle. In den letzten vier Jahren scheiterte der HCD an seinem Grossanlass jeweils im Halbfinal. Ihren 15. und bislang letzten Turniersieg am Spengler Cup feierte Davos 2011 dank eines 3:2-Finaltriumphs über Dinamo Riga. Der HCD komplettiert sein Kader für den Spengler mit Verteidiger Sam Lofquist (USA/zurzeit Biel) sowie den beiden Stürmern Tomi Sallinen (Fi/Bern) und Jeremy Morin (USA/Bern). Quelle: Spengler-Cup Online-Redaktion.

 


Szene vom Spengler-Cup 2016. Im Bild (Bitte) der HCD-Stürmer Wieser.

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