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Länderspiel-Niederlage: Für starke Leistung schlecht belohnt
12.06.2017 06:52

Italien - Liechtenstein 5:0 (1:0)

Mit viel Herz und guter Ordnung hat sich Liechtensteins Nationalmannschaft gegen Ex-Weltmeister Italien während 94 Minuten voll ins Zeug gelegt, wurde aber schlecht belohnt. 5:0 lautete am Ende das Resultat - sicher zwei Tore zu hoch, auch wenn der Sieg der Italiener natürlich in Ordnung geht. 

 

 


Szene vom Spiel am 11.Juni in Udine: Italien - Liechtenstein. In der 2. Halbzeit musste Liechtenstein nur noch verteidigen.

 

Im schmucken Stadio Friuli von Udine legte Italien los wie die Feuerwehr. Liechtenstein verteidigte geschickt und hatte in einigen Szenen auch das notwendige Wettkampfglück. Nur selten konnte sich das Team von Nationaltrainer Rene Pauritsch zwar aus der Umklammerung befreien, verstand es aber, das Tor lange sauber zu halten. Mit einer Doppelchance durch Yanik Frick und Michele Polverino wäre sogar beinahe die Führung drin gelegen. Polverinos Distanzschuss strich jedoch knapp am Tor von Buffon vorbei. Es sollte die einzige echte Torchance der Gäste bleiben.

1. Halbzeit: Auf Augenhöhe mit Italien
Besser machte es auf der anderen Seite schliesslich Lorenzo Isigne nach etwas mehr als einer halben Stunde, als er mit einem Traumtor die 1:0 Halbzeitführung der Italiener herstellte. Wie stark allerdings die Leistung der Liechtensteiner gerade in dieser ersten Halbzeit zu bewerten war, zeigte sich an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Ein italienischer Journalist attestierte dem Team von Rene Pauritsch eine erste Halbzeit auf Augenhöhe mit Italien. Italien war hohes Tempo gegangen und powerte nach dem Pausentee unverdrossen weiter. Kein Wunder begangen beim Aussenseiter allmählich die Kräfte zu schwinden, so dass Italien die Partie endgültig entscheiden konnte. Vier Tore in Halbzeit zwei waren schlussendlich aber eindeutig des Guten zu viel und schlechter Lohn für nie aufgebende Liechtensteiner.

 

 


In der 1. Halbzeit hielt Liechtenstein gut gegen Italien mit. Hier Polverino in Aktion.

 

So paradox es klingen mag: Hoch verloren und doch eine Leistung gezeigt, auf die man stolz sein darf. Italien gehört derzeit sicher zum Besten, was es auf der Welt gibt und Liechtenstein hat über weite Strecken des Duells hervorragend Paroli geboten.

Peter Jehle neuer Rekordnationalspieler
Auch wenn er sich mit Sicherheit ein anderes Resultat gewünscht hätte, dürfte das Italien-Spiel für Torhüter Peter Jehle von bleibender Erinnerung sein. Mit seinem insgesamt 126 Spiel in den Farben Liechtensteins hat Peter Jehle eine neue Rekordmarke gesetzt. Er hat nun ein Länderspiel mehr absolviert als der bisherige Rekordnationalspieler Mario Frick.


 

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