"1. Liga PROMOTION" soll 2012 kommen
02.11.2010 13:35

Wenn 1. Liga und SFL (Swiss Football League) die Einführung einer "dritten Liga" (1. Liga Promotion) beschliessen, könnte auch der USV dabei sein.
Kleine Revolution im Schweizer Fussball. Die Einführung einer dritten Liga, "1. Liga Promotion" genannt, steht bevor. Die Vereinspräsidenten des Komitees der 1. Liga stimmten auf ihrer GV mit deutlicher Mehrheit für eine Unterstützung der geplanten Regelung, die ab der Saison 2012 eine Reduktion der Challenge League auf zehn Vereine vorsieht und die neue Spielklasse zwischen den drei Erstligagruppen und den Profiligen ansiedelt. In der "1.Liga Promotion" sollen ebenfalls zehn Mannschaften spielen, davon maximal vier U-21 Teams.
Ja zur Bezahlung von Amateuren
Die GV beschloss zudem, die Möglichkeit der Bezahlung von Spielern der 1. Liga und der Amateurliga auf den Zeitpunkt der Reduktion zu unterstützen. Einige Details müssen noch erarbeitet werden und die Delegierten des SFV (Schweizer Fussballverband) müssen auf ihrer Versammlung im Mai 2011 der Einführung von Arbeitsverträgen zustimmen. Damit endet endlich die Scheinheiligkeit im Bezug auf die Bezahlung von Spielern, die seit Jahrzehnten im gewissen Rahmen üblich aber nach dem Reglement verboten ist.
Chance für den USV?
Als liechtensteiner Vertreter in der 1.Liga obliegt dem USV bekanntlich das Verbot, sollte er sich sportlich qualifizieren, in die nächst höhere Liga aufzusteigen. Dies aufgrund einer äusserst fragwürdigen Vereinbarung zwischen dem Präsidenten des Liechtensteiner Fussballverbandes, Reinhard Walser und der SFL aus dem Jahre 2005, die 2010 auch noch zu allem Überfluss zum Nachteil des Liechtensteiner Fussballs verlängert wurde.
Mit der Einführung einer neuen Spielklasse (Halbprofitum) hätte der LFV jetzt die Möglichkeit, die alten Vereinbarungen zu kündigen und könnte für Gerechtigkeit sorgen. Alle Mannschaften der 1. Liga sollten die Möglichkeit haben, wenn sie sich sportlich qualifizieren, auch aufsteigen zu können. Der LFV ist also gefordert, hier bereits im Vorfeld seine berechtigten Ansprüche einzufordern und eine Perspektive für seine jungen Spieler zu schaffen. Bleibt er untätig, macht er sich mit dem selbst auf erlegten Anspruch, möglichst viele "Profis" für die Nationalmannschaft hervorzubringen, unglaubwürdig.