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Medienbuero Oehri & Kaiser

TdF: Contador bekundete Mühe gegen Schleck (24.07.2010 19:42)



Alberto Contador hat Andy Schleck im 52 Kilometer langen Einzelzeitfahren von Bordeaux nach Pauillac 31 Sekunden abgenommen und sein Gelbes Trikot damit letztlich souverän verteidigt. Den Tagessieg auf der 19. Etappe sicherte sich Fabian Cancellara mit 17 Sekunden Vorsprung auf Tony Martin
.


Contador musste sich im Fernduell mit Schleck vor allem zu Beginn des Zeitfahrens gegen harte Angriffe wehren. Bei der ersten Zwischenzeit nach rund 18 Kilometern hatte der Spanier beinahe seinen Vorsprung von acht Sekunden im Gesamtklassement verloren.

Doch während Schleck das Rennen sehr schnell anging, teilte sich der Mann in Gelb seine Kräfte besser ein und ging schließlich doch als klarer Sieger aus dem Duell hervor. "Die ersten 40 Kilometer war ich sehr schnell, aber dann war Contador zu stark", kommentierte Schleck den Ausgang des Kopf-an-Kopf-Rennens.

"Einige Tage nicht in Bestform"


Contador, zu dessen ersten Gratulanten sein Teamkollege Alexander Winokurow gehörte, fiel in Pauillac offensichtlich ein schwerer Stein vom Herzen. Der Spanier konnte seine Freudentränen auf dem Siegerpodest nicht mehr zurückhalten. "Ich bin sehr, sehr glücklich, denn es war eine sehr schwere Tour", so der Spanier. "Sie war für mich emotionaler als die Ausgaben 2007 und 2009, die ich gewann. Es stimmt - es gab einige Tage, da war ich nicht in Bestform."

Der insgesamt dritte Tour-de-France-Sieg seiner Karriere dürfte dem 27-Jährigen nun nicht mehr zu nehmen sein. Vor dem abschließenden Schaulaufen in Paris hat der Titelverteidiger 39 Sekunden Vorsprung auf Schleck - genau so viel, wie er dem Luxemburger in den Pyrenäen abnahm, als dieser Probleme mit seiner Kette hatte.

"Es gibt kein Bedauern"

Diesem Zeitverlust trauert Schleck als guter Verlierer jedoch nicht nach. "Es gibt kein Bedauern - mit Ausnahme des Prologs, da war ich katastrophal", so der 25-Jährige, der nach 2009 zum zweiten Mal Tour-Zweiter werden wird und zum dritten Mal das Weiße Trikot des besten Jungprofis erringt.

Trotz der Niederlage seines Teamkollegen im Kampf um den Tour-Gesamtsieg, die der Schweizer knapp fünf Stunden nach seiner eigenen Fahrt sichtlich nervös vor dem Fernseher verfolgte, konnte sich Fabian Cancellara über den eigenen Etappensieg freuen. "Es ist ein tolles Gefühl, nach vielen Prologen auch ein langes Zeitfahren bei der Tour gewonnen zu haben", so der Olympiasieger, "und nicht nur am grünen Tisch".

Mentschow springt aufs Podium

Im Kampf um den dritten Podestplatz in der Gesamtwertung der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt setzte sich der Russe Denis Mentschow deutlich gegen Samuel Sanchez durch. Mentschow, der mit 21 Sekunden Rückstand auf den Spanier ins Zeitfahren gestartet war, zauberte ein Fabel-Zeitfahren auf den Asphalt und nahm Sanchez 1:59 Minuten ab. Wegen des starken Windes belegte der Giro-Sieger von 2009 im Tagesklassement trotzdem nur den elften Rang.

Für einen weiteren Positionswechsel innerhalb der Top Ten sorgte der Kanadier Ryder Hesjedal, der sich an Joaquin Rodriguez vorbei auf Rang sieben schob. Lance Armstrong landete im Tagesklassement 7:07 Minuten hinter Cancellara auf Rang 67 und wird seine letzte Tour de France voraussichtlich als Gesamt-23. beenden.
 


War beim 52 km-Zeitfahren eine Klasse für sich: Fabien Cancellara (SUI)


Die beiden stärksten Fahrer an der diesjährigen TdF, links Contador, der mutmassliche Gewinner und rechts der 25jährige Luxemburger Fränk Schleck, der dem zweifachen Toursieger Alberto Contador mehr abverlangte, als ihm lieb war.

 

Tageswertung nach Zeitfahren:

1. Fabian Canellara

2. Tony Martin

3. Bert Grabsch

4. Ignatas Konovalovas

5. David Zabriski

 

Gesamtwertung nach 20 Etappen

1. Alberto Contador

2. Andy Schleck

3. Denis Menschov

4.Samuel Sanchez

5.Jürgen Van den Broeck

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